ENTSTEHUNG EINER BEREICHERNDEN ZUSAMMENARBEIT

Im Sommer 2016 begann ich eine Idee zu verfolgen und trat eine wunderbare Reise an.

Viele Jahre schon besuche ich Südtirol. Mit der Zeit hat sich eine tiefe Beziehung zu der Region und den Menschen entwickelt.
Für mich entstand all diese Jahre ein Einblick in das dortige Leben. Meine Aufmerksamkeit galt vor allem den Südtiroler Bauern. Ich habe durch verschiedene Situationen und durch Beobachtung der Entwicklung der Südtiroler Landwirtschaft und bäuerlichen Welt am Hof Erkenntnis erhalten über die schwierige Lage der Bauern.
Für die Südtiroler Bauern wird es immer schwieriger, rein von der Landwirtschaft ihr Leben zu finanzieren. Doch können sie Haus und Hof nicht allzu oft verlassen, um anderswo ein zusätzliches Einkommen zu erzielen.

So sah ich die Möglichkeit mich mit meinen Fähigkeiten unterstützend einzubringen.

Einige Bauern erzielen ihr zusätzliches Einkommen am Hof mit handwerklich gefertigten Produkten.
Die Voraussetzung für ein neues Produkt/ Produktentwicklung sind auch zeitliche Ressourcen. Für ein neues Produkt müssen neue Idee wie auch Konzepte und Entwürfe entwickelt werden. Die Fertigung wie auch die Vermarktung verlangen weitere freie Zeiträume, welche die Bauern sich neben der Arbeit am Hof schaffen müssen. Jedoch oft schwer mit der Landwirtschaft zu vereinbaren sind. Vor allem ist es wichtig, vorhandene Erfolgssituationen zu pflegen.

Mein Ziel war es eine Zusammenarbeit mit Südtiroler Bauern zu erreichen, um gemeinsam das zweite Standbein zu festigen.

Ein zweiter Aspekt war die Bewahrung der wertvollen Handwerkskünste der Bauern, welche von Generation zu Generation weiter gegeben werden und nicht verloren gehen dürfen.

1. REISE

Die erste Reise war kurz, doch wurde der Grundstein einer wunderbaren Zusammenarbeit gelegt.
Mein erstes Ziel war der Sitz des Südtiroler Bauernbundes in Bozen, um mein Vorhaben vorzustellen und weitere Schritte zu koordinieren.
Nach dem Kick-Off-Meeting mit der Marketingabteilung des Südtiroler Bauernbundes, trat ich in Kontakt mit den Bauern.

2. REISE

Wieder in Bozen traf ich mich, während eines längeren Aufenthaltes mit den Bauern Rita Amort und Helmuth Hochkofler auf ihren Höfen. Diese Reise führte uns zusammen. Ich würde herzlich willkommen und lernte die Handwerkskünste Schnitzen und Nassfilzen genauer kennen.

Zuerst traf ich mich mit der Bäuerin Rita Amort und lernte sie und ihr Handwerk kennen. Ihr Hof befindet sich in Altrei auf 1.200 Höhenmeter. Gemeinsam mit der Bäuerin wurde die Wolle ausgesucht und zurecht gelegt. Nun war Kraft und Ausdauer gefragt. Zwischendurch mussten wir uns stärken und aßen gemeinsam zu Tisch. Dann ging es weiter. Die Kunst des Nassfilzens wurde mir von der Bäuerin  angelernt.

Nach einer Trocknungsphase ging ich mit dem fertigen Wollfilz zum Bauern Helmuth Hochkofler. Direkt am Durnholzer See auf 1.560 Höhenmeter liegt sein Hof. Ich lernte ihn und seinen Vater kennen. Zu Dritt in der Werkstatt besprachen wir die Konstruktion und Herstellung des Taschenkörpers. Anhand des Wollfilzes wird der Taschenkörper passgenau definiert. Helmuth und Josef Hochkofler fertigten die Einzelteil für die Tasche an.
Die größte Herausforderung war eine optimale Verbindung der zwei Materialien zu schaffen. Bei einer Prototypenentwicklung ist nie vorherzusehen, was man letztendlich alles brauch. So holten wir uns für die Verbindung Unterstützung von einem nahwohnenden
Bauern ein, welche Trachtenschuhmacher ist und daher das richtige Wissen und Material für uns besaß.

3. REISE

Erneut führte es mich zum Hof von Helmuth Hochkofler, um das Ergebnis mit ihm zu besprechen. Wir waren sehr zufrieden.
Mit der fertigen Tasche war ich für ein Abschlussgespräch beim Südtiroler Bauernbund eingeladen.
Auch hier waren die Mitarbeiter der Marketingabteiliugng von allem begeistert.

4. REISE

Im Sommer fuhr ich nach Südtirol und besuchte die beiden Bauern. Es ergab sich die Planung für einen Messeauftritt am Stand des Südtiroler Bauernbundes, welchen wir auch umsetzten. Hier können Sie einen kleinen Einblick der Kreativ Messe Bozen erhalten.